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Das Laienteam von Meschach Günter Lampert Josef Loacker Georg Schwab Jochen Berg
Kath Kirche Vorarlberg / Fehle / Das Laienteam von Meschach Günter Lampert Josef Loacker Georg Schwab Jochen Berg
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Meschach bedeutet mir

Das Pfarrblatt von Götzis nahm das Patrozinium von Meschach am 31. Oktober (hl. Wolfgang) und eine Ausstellung zum hl. Wolfgang zum Anlass, den Blick auf Meschach zu richten.

Als ich noch ein Kind war, hat meine Großtante immer wieder von Meschach erzählt und von Leuten, die sie dort besucht. Später habe ich mich genauer erkundigt und erfahren, dass wir in Meschach Verwandte haben, und zwar hat die Schwester meiner Uroma nach Meschach geheiratet. Als ich dann als Pfarrer hierher gekommen bin, habe ich mich besonders darüber gefreut und bin bis heute sehr stolz darauf. Ähnliche Geschichten höre ich immer wieder im Gespräch mit Menschen aus der Region. Da hat jemand Meschacher Wurzeln und pflegt eine besondere Beziehung zu diesem wunderschönen Teil von Götzis.

 

Pfarrer Rainer Büchel

 


 

 

Meschach ist für mich der Ort, an dem ich aufge wachsen bin. Hier wurde ich getauft, bin zur Schu le gegangen und habe meine Erstkommunion empfangen. Später habe ich hier geheiratet und unsere Kinder taufen lassen.

 

Ich denke gerne zurück an die schöne Zeit, die ich mit Familie, Nachbarn und unseren Gästen im el terlichen Gasthaus Waidmann erleben durfte. Wir Kinder – wir waren nur sieben im Hof, wie un sere Parzelle genannt wird – verbrachten unzähli ge Stunden in der freien Natur. Ob im Wald oder am Emmebach – langweilig wurde uns nie. Wir bauten Staudämme, erlebten auf dem Schulweg und beim Spielen manche Abenteuer.

 

Zu meiner Zeit lebten in Meschach etwa 65 Personen. Jeder kannte jeden, und das Dorfleben war von einem familiären Miteinander geprägt.

 

Auch wenn ich nicht mehr dort wohne, fühle ich mich mit Meschach verbunden. Beim Sonntagsgottesdienst in unse rer schönen Kirche begegne ich vertrauten Gesichtern und spüre, dass Meschach für mich ein Stück Heimat geblieben ist.

 

Marianne Mayer

 


 

 

Meschach hat für mich eine ganz besondere Be deutung. Hier habe ich geheiratet, hier wurden meine Kinder und Enkelkinder getauft. Ich nenne diese Kirche unsere Familienkirche. Es ist eine Kirche, die uns alle zutiefst verbindet und vereint.

 

Aber sie hat noch eine andere große Bedeutung für mich. Es ist für mich seit ein paar Jahren zu einem Ritual geworden, fast jeden Sonntag auf den Kapf zu steigen. Früh am Morgen, wenn Götzis noch schläft, gehe ich von zu Hause aus weg und erreiche als Etappenziel die Meschacher Kirche. Es ist noch niemand auf den Beinen, es ist sehr still und ich verweile einige Minuten auf dem Vorplatz der Kirche. Es ist ein wahrer Kraftplatz. Während ich in meine Gedanken versinke, nehme ich sehr intensiv die unterschiedlichen Jahreszeiten wahr und mache für mich ein kleines Dankesgebet. Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Nach diesem geistigen und körperlichen Innehalten setze ich mein Aufstieg über den Schreckweg fort und erreiche das Gipfelkreuz auf dem Kapf. Dann blicke ich hinunter ins Tal und spüre eine große, innere Zufriedenheit und freue mich schon auf den nächsten Sonntag.

 

Helmut Kopf

 


 

 

 

„Bei uns wird diskutiert“

 

Rund um die Meschacher Kirche ist ein Laienteam aktiv. Ihr Erfolgsrezept? Gemeinsam entscheiden, gemeinsam diskutieren.

 

„Wenn man hinauffährt nach Meschach, lässt man den All tag im Tal.“ Josef Loacker, Unternehmer aus Götzis, fasst zu sammen, was sich die anderen drei Herren denken. Die drei Herren sind: Günter Lampert, Ur-Meschacher und Mesner, Jochen Berg, dem Woche für Woche das Wunder gelingt, Priester für die Gottesdienste in Meschach zu finden und Georg Schwab, der mitorganisiert und Meschach und seine (Kirchen)Geschichten historisch aufarbeitet. Zusammen sind sie Pfarrkirchenrat und Laienteam in Meschach. Sie sind ein eingespieltes Team. Was sie tun, tun sie aus Überzeugung. „Es war in den 1990ern, da hat mich Walter Fehle gefragt, ob ich nicht Kirchenrat in Meschach machen wür de. Es seien nur ein bis zwei Sitzungen im Jahr“, erinnert sich Josef Loacker und muss selbst lachen. Dabei ist es nicht geblieben. Aber er ist geblieben. 2013 kam Jochen Berg dazu. „Ich habe damals vorübergehend die kirchlichen Mitteilungen aus Meschach ans Gemeindeblatt weiterge leitet. Ich mache es bis heute.“ Er selbst sei „noch gar nicht so lange Kirchenrat“, sagt Georg Schwab. Dass er die Häuser-Geschichten von Meschach zusammenstellt und sich auch in der Gottesdienstgemeinde einbringt, das erwähnt er nur am Rande. „Und Günter Lampert, der ist lebendes Inventar“, meint Josef Loacker. „Seit ca. 200 Jahren ,stellt‘ die Familie Lampert die Mesner in Meschach“, lacht Georg Schwab.

 

Das Laienteam von Meschach Günter Lampert Josef Loacker Georg Schwab Jochen Berg

 

Nicht ganz 200, aber mehr als 30 Jahre stemmt das Laienteam die Meschacher Gemeinde. Immer im Einverständnis mit dem Pfarrer in Götzis. Improvisiert wurde auch, zum Beispiel, wenn der diensthabende Priester nicht kam. Da wurde kurzerhand ein Wortgottesdienst gefeiert. „Wir konnten ja nicht alle nach Hause schicken.“ Der Priester kam übrigens noch, rechtzeitig zum Schluss-Segen. Solche Dinge geschehen. Nicht oft. Dafür sorgt Jochen Berg. „Heuer fehlt nur noch ein Sonntag“, erklärt er. „Hier spüren die Seelsorger einfach, dass das, was sie aussenden, auch zurückkommt. Das zieht an. Nicht selten wird über die Predigt später noch weiterdiskutiert. Das ist wichtig. Man muss über alles reden können“, fasst es Josef Loacker zu sammen. Die Kirche in Meschach ist nicht groß. 100 Men schen finden Platz darin, mit 50 sind die Bänke gut gefüllt. „Es wird auch bei uns weniger. Aber da sind auch die Men schen, die bei Wind und Wetter nach Meschach wandern oder der Mann, der nach der Messe zu uns kommt und sich zur Mitarbeit anträgt“, erzählen Josef, Günter, Georg und Jochen.

 

Überhaupt zeigt Meschach, wie aus einer „Notsituation“ etwas entstehen kann. „Bis 1990 war Pfarrer Roman Kopf in Meschach und als es nicht mehr ging, hat er Walter Fehle das Versprechen abgerungen, sich um Meschach zu kümmern“, erklärt Georg Schwab. Das hat er getan, bis die „nächste Generation“ übernahm. Es geht also weiter. Und der Alltag? Der bleibt im Tal.

 

Veronika Fehle

 

 

Veröffentlicht am 14.09.2026
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